23.09.2016 

Session-Idee: Mein Minecraft-Smart-Home – Prototyping für das Internet der gruseligen Dinge

Vernetzte, smarte und autonome Alltagsgegenstände sind unaufhaltsam. Doch wie vermitteln wir das Verständnis und die Kompetenz für dieses Internet der Dinge? Wie können wir Kollegen, Kunden oder die eigenen Kinder dafür begeistern, diese Zukunft verantwortungsbewusst mitzugestalten? Es gilt, Berührungsängste abzubauen und das Internet der Dinge auf spielerische Art und Weise erlebbar zu machen.

Dank der Kombination aus Minecraft und Smart-Home-Lösungen wie Eclipse SmartHome ist das auch ohne Lötkolben möglich. Minecraft ist dabei mehr als eine Spielerei. Beispielsweise nutzt Microsoft im Rahmen des Projektes Malmo im neuen Browserfenster öffnen) Minecraft zur Erforschung künstlicher Intelligenz. Der Einstieg in die Minecraft-Programmierung gelingt ganz ohne Programmiersprache bereits mit Hilfe der Redstone-Schaltkreise. Wer genügend Muße hat, kann so komplexe logische Schaltungen aufbauen. Jedoch bleibt man hier in der virtuellen Welt gefangen. Eine Steuerung der physischen Außenwelt gelingt erst einmal nicht.

 

Glücklicherweise kann man dank der Erweiterung ComputerCraft auch richtig programmieren und nach draußen kommunizieren, ohne dass man dafür Programmierexperte sein muss. ComputerCraft erweitert Minecraft um Blöcke, die in der virtuellen Welt die Funktion von Computern, Druckern und sogar anachronistische Diskettenlaufwerke übernehmen. Zur Kommunikation innerhalb von Minecraft nutzt man kabelgebundene und kabellose Modems. Außerdem gibt es die sogenannten Turtles. Dabei handelt es sich um eine Art bewegliche Computer bzw. programmierbare Roboter. Die Programmierung in ComputerCraft erfolgt in der vergleichsweise einfachen Programmiersprache Lua. Oder man erweitert Minecraft durch sogenannte – meist in Java programmierte – Mods bzw. Plug-ins.

 

Sascha Wolter demonstriert in seiner Session, wie man das Internet der Dinge in Form von Hard- und Software selber gestaltet. Zum Einsatz kommen visuelle Programmierumgebungen und spielerische Programme – darunter auch Minecraft. Natürlich wird auch gezeigt, dass sich diese pragmatische Herangehensweise in Kombination mit IoT-Plattformen und Smart-Home-Lösungen wie Google Weave, Eddystone Beacons, Eclipse SmartHome oder QIVICON auch für professionelle Projekte eignet.

 

Zum Sessiongeber:

Sascha Wolter ist Experte für die Planung und Umsetzung von geräteübergreifenden Anwendungen für das Internet der Dinge. Bereits seit 1995 arbeitet er als Berater, Dozent, Keynote-Sprecher und Autor – mit dem Fokus auf Verständnis, Innovation und Nutzen. Sascha gründete die User Group flashforum.de mit mehr als 100.000 Mitgliedern und organsierte von 2001 bis 2011 zahlreiche international renommierte Konferenzreihen wie die beyond tellerrand. Aktuell engagiert er sich als Vorstandsmitglied im Fachausschuss Usability & User Experience der BITKOM. Wenn er nicht gerade neue technische Möglichkeiten für die Deutsche Telekom AG im Bereich Connected Home erkundet, dann entdeckt er auf ungewöhnliche Weise mit seinen Kindern die Welt.