23.08.2016 

Telefónica: Das ganze Leben wird digital

Die Digitalisierung erfasst alle Bereiche. Sie ist nicht auf Computer oder Smartphones begrenzt, sondern verändert unser ganzes Leben durch ihre Fortschritte in Industrie 4.0, Smart Home, E-Health, Elektro-Mobilität, Smart City und immer mehr Gebieten. Sie bringt Fortschritte in Effizienz und Wirtschaftlichkeit, aber vor allem kann sie – gut gemacht – den Menschen entlasten.

Wie weit kann der Mensch die Digitalisierung vorantreiben? Glaubt man dem ersten staatlich anerkannten Cyborg, dem britisch-irischen Künstler Neil Harbisson, wird dies bis in den menschlichen Code des Lebens gelingen: Auf dem IoT Kitchen-Talk im Berliner Basecamp von Telefónica vertrat Harbisson die Ansicht, dass elektronische Funktionserweiterungen des Menschen bis zum Ende dieses Jahrhunderts mit seiner DNS verschmelzen und sich damit vererben lassen.

Er selbst musste sich eine für ihn wichtige Funktionserweiterung noch implantieren lassen: das Eyeborg, ein Sensor, der es dem Künstler ermöglicht, Farben als Töne wahrzunehmen. Harbisson, Jahrgang 1982, konnte von Geburt an wegen Achromatopsie unsere Welt nur schwarz-weiß-grau wahrnehmen. Seit er im Alter von 20 Jahren das Eyeborg installierte, kann er die Farben von Gegenständen hören, die er mit seinen Augen ansieht.

Was den einen als ferne Zukunftsmusik erscheint, ist für andere heute schon Realität: Die Zahl der Menschen wächst, die sich Chips implantieren lassen. Sie können damit beispielsweise elektronische Schlösser öffnen, ihre digitalen Visitenkarten austauschen oder gar im Supermarkt bezahlen. Und technische Erweiterungen wie bewegliche Arm- und Beinprothesen oder Cochlea-Implantate für Gehörlose steigern die Lebensqualität von Menschen. Technik spielt also auch heute schon unmittelbar am Menschen eine wichtige Rolle.

„Das Leben selbst wird digital und Technologie hat sich zu einem wesentlichen Teil des Menschseins entwickelt“, so die Meinung von Telefónica’s Vorstandvorsitzenden, José María Álvarez-Pallete López, „Mobile Technologie ist inzwischen allgegenwärtig. Die Digitalisierung bringt weltweit Gesundheitsdienstleistungen und Forschungseinrichtungen voran, liefert Energie für die Versorgungsinfrastruktur, unterstützt Bildungssysteme, revolutioniert unsere Geschäftsmethoden und trägt wesentlich dazu bei, dass die Menschheit über alle Grenzen hinweg kommunizieren kann.“

Dabei erobert auch hierzulande die Digitalisierung immer weitergehende Wirtschafts- und Lebensbereiche: Nintendo hat mit seinem Augmented-Reality-Spiel Pokémon Go nahezu alle öffentlichen Straßen und Plätze erobert. Staubsauger- und Rasenmäherroboter sorgen auch in deutschen Haushalten für Arbeitsentlastung. Unternehmen wie der Augsburger Roboterhersteller Kuka zählen international zu den Technologieführern. Und Start-ups verändern ganze Märkte, wenn sie beispielsweise wie das Münchner Unternehmen Libify einfach die technische Grundlage einer etablierten Anwendung verändern: Statt auf das alte Festnetz setzt dessen Notrufrufsystem Geocare auf automatisierten Mobilfunk – und macht damit im Zeitalter der immer länger mobilen Senioren weithin akzeptiertes Hilfesystem ebenfalls mobil.

Telefónica bietet auf dem diesjährigen IoTcamp eine Session zu derartigen Beispielen an. Das Thema Vernetzung steht dabei im Mittelpunkt für Menschen in der Geschäftswelt.