Session: How IT revolutionizes the way we do business

Sessiongeber / Eckdaten

Namen Sessiongeber: Stefan Schwiers
Websites: Vodafone GmbH
Art der Veranstaltung: Vortrag
Teilnehmerzahl: 35

Verlauf / Inhalte der Session

Mögliche Inhalte der Dokumentation zur Orientierung:

  • Ausgangslage: Vorstellung einer Batterie- und Kommunikationslösung von Vodafone
  • Fragen: Wie kann IoT für neue Businessmodelle erschlossen werden

 Weiterführende Links

Sessiongeber Stefan Schwiers ist Connected Products Principles Sales Manager IoT bei Vodafone.

Ausgangssituation

Der Vortrag beginnt mit einem Status quo aktueller Gegebenheiten im IoT-Bereich. Sessiongeber Stefan Schwiers beschreibt, dass jeden Monat mehr Maschinen miteinander verknüpfen werden, als dass sich Menschen untereinander verknüpfen. Seiner Aussage nach gibt es bereits „Smart Cities“. Beobachtet man diesen Verlauf, dann lassen sich auch neue Businessformate beobachten. Das lässt sich am Beispiel der Post gut nachvollziehen: Durch das Aufkommen der E-Mail ist der Postversand zusammengebrochen. Neue Lösungen und Geschäftsmodelle für die Post mussten gefunden werden.

Problematik

IoT hat mehr und mehr Einfluss darauf, wie wir leben und Geschäfte machen. Ein wichtiges Thema dabei ist „Connected Devices“. Denn die Verknüpfung von virtueller und realer Welt wird immer wichtiger. Schwiers führt an, dass aus dem IoT Barometer 2016 hervorging, dass 55 Prozent der befragten Firmen

  • schnelle Verbindungen
  • garantierte Verbindungen
  • eine hohe Qualität der Daten
  • zwei-Wege Kommunikation

wollen und, dass alles möglichst wenig kosten soll. Effizienz und Kosteneinsparungen sollen Hand in Hand gehen.

Lösung

Vodafone arbeitet aktuell an einer Low-Power-Wide-Area-Technologie (LPWA). Ausgangslage ist, dass immer mehr Geräte keinen Stromanschluss mehr haben werden, sondern mit Batterien funktionieren. Diese müssen dann entsprechend lange halten. Dafür braucht man eine Technologie, die dies auch leisten kann, denn die Lebenszeiten von Batterien sind sehr wichtig.

Mit der Technologie von Vodafone wird Folgendes angestrebt:

  • 10 Jahre Batterielaufzeit
  • Tiefe Frequenzen, die z. B. auch durch Beton dringen können
  • Mass Deployment: das System muss skalierbar sein
  • wenige Daten sollen übertragen werden

Einsatzmöglichkeiten zeigen sich beispielsweise für die Wohnungswirtschaft. Eine solche LPWA kann an Gas- und Wasserzähler oder an Rauch- und Feuermelder angeschlossen werden. Das würde die Arbeit vereinfachen. Beispielsweise müssten keine Termine für das Ablesen oder Warten der Geräte mehr vereinbart werden. Die Daten würden dann automatisch übermittelt.

Konkretes Beispiel: Rauchmelder

Bei Raummeldern wird aktuell mittels Sichtkontrolle überprüft, ob diese in Ordnung sind. Wenn niemand in der Wohnung ist, um den Prüfer einzulassen, ist das ein Problem. Die Lösung wäre, die Rauchmelder über einen Router laufen zu lassen und nur mittels Low Power die Datenübertragung durchzuführen. Die Abfrage über Funk kann so eine echte Erleichterung darstellen.

Auch die Vernetzung von Heizungen, Rauchmeldern und Wasserzählern ist für die Wohnungswirtschaft sehr interessant. Beispielsweise könnten baugleiche Wohnungen beobachtet werden. Sollte bei einer Wohnung ein höherer Energieverbrauch stattfinden, kann gleich geprüft werden, warum. Hier ist die Wirtschaftlichkeit ein wichtiger Faktor.

Weiteres Beispiel: Parkplätze

Mittels LPWA können freie Parkplätze gemeldet werden. So können Suchende schnell fündig werden.  Die Frage ist jedoch, ob diese Datenabfrage rechtens ist. Dazu wird gerade innerhalb der Regierung ein Gesetzesentwurf diskutiert. Dazu sagt Schwier: „IoT ist eine Goldmine an Daten.“

Die Echtzeitdaten bieten die Chance, um neues Geschäft zu generieren, gaben in der oben genannten Umfrage 81 Prozent der befragten Unternehmen an. 76 Prozent der Firmen sagen, es ist wichtig, Lösungen im IoT-Bereich zu haben.

IoT verändert sich zudem laufend. Momentan werden Analysen stark nachgefragt. Fragen, die sich im Einsatz stellen, sind:

  • Was muss man machen im Fehlerfall?
  • Und was kann ich tun, wenn wieder ein Fehler passiert?

Beispiele aus der Praxis: Firma Moocall

Die Firma hat einen Sensor für die Landwirtschaft entwickelt. Wenn beispielsweise eine Kuh kalben muss, dann gibt es einen automatischen Alarm. Der Sensor ist am Schwanz der Kuh angebracht und erkennt den Geburtsbeginn. Dieser sendet einen Alarm an den Bauern. Der Bauer kann so direkt reagieren und muss nicht permanent durch den Stall laufen, um zu prüfen, ob das Kalben bevorsteht. Einen solchen Sensoreinsatz gibt es auch für die automatische Fütterung.

Diskussion

Aus dem Publikum kommt die Frage: Wie kann man auf die Kosten achten, wenn gleichzeitig eine hohe Verfügbarkeit sichergestellt werden muss?

Dafür kann z. B. ein Festpreis gemacht werden. Die Kosten für die Datenübertragung werden günstig sein, aber die Masse wird es zahlen müssen.

Daten sind eine Goldgrube, wie der Sessiongeber berichtet. Aber sie sind auch gut geschützt durch das deutsche Datenschutzgesetz. Maßgeblich dafür Sorge trägt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).