Session: Live IoT-Lösungen erstellen

Sessiongeber / Eckdaten

Namen Sessiongeber: Boris Crismancich
Twitter: @Chrismancich
Websites: erminas GmbH
Art der Veranstaltung: Vortrag / Diskussion / Workshop
Teilnehmerzahl:11

Verlauf / Inhalte der Session

Mögliche Inhalte der Dokumentation zur Orientierung:

  • Ausgangslage: Ein Prototyp für die Darstellung von IoT sollte selbst gebaut werden
  • Fragen: Wie lässt sich am schnellsten ein Prototyp erstellen

Weiterführende Links
http://www.erminas.de/de/

Der Sessiongeber ist Mitarbeiter bei der erminas GmbH. Im Workshop zeigt er, wie schnell und einfach vor Ort beim Kunden IoT Prototypen erstellt werden können.

Verwendet wird ein Mini Computer (Raspberry Pi) sowie ein Sensor KIT mit diversen Sensoren (Licht, Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, Farbe, Lautstärke, Mikrofon, Kamera, Erschütterung, Entfernung, Druck, Rotation, RFID, 5MP Kamera) sowie einem kleinen Display, mehreren farbigen LEDs und einem Summer.

Auf dem Mini Computer ist das IBM Programm Node-RED installiert, eine Open-Source Software, die kostenlos verwendet werden kann. Live wird vorgeführt, wie das Programm auf einem Raspberry Pi angewandt wird.
Mit kurzen Klicks lassen sich unterschiedliche Sensoren, die an dem Ultraschallgerät hängen, aktivieren: eine kleine Kamera schießt Fotos, ein Sensor kann die Lichtverhältnisse messen oder einen Alarm auslösen. Sogar das Versenden von Diensten wie E-Mail, Dropbox oder Twitter ist möglich, wie der Sessiongeber zeigt.
Die Teilnehmer sollen als Beispiel eine App für ein Krankenhaus bauen. Die Schwester wird über das SmartPhone gerufen, im Schwesternzimmer gibt der Summer einen Piepton. Mit wenigen Klicks bauen die Teilnehmer des Workshops ein entsprechendes Programm (klicken Sie hier für das Video). Innerhalb von Sekunden lösen die Teilnehmer von ihren eigenen SmartPhones selbst das Piepsen aus.

Video zum Inhalt der Vorführung
www.youtube.com/watch


Ein anderes Nutzungsszenario, um einen solchen Prototypen zu verwenden, findet sich in der Papierindustrie, z.B. ermöglicht ein Ultraschall-Sensor die Berechnung der noch vorhandenen Papiermenge auf einer Rolle. Damit weiß eine Druckerei, wann sie neue Rollen bereitstellen muss, damit die Produktion nahtlos weiter läuft.
Die Software NodeRED erlaubt es zudem, Cloud Dienste von IBM Watson und anderen Anbietern einzubinden: Bilderkennung, Spracherkennung, Textanalyse, Big Data, Machine Learning. Möglich sind damit z.B. HR-Auswahlverfahren, indem aufgenommene Sprache in Text umgewandelt und in der Cloud bewertet werden kann. Dabei ist kritisch anzumerken, dass dabei ein Sprachtest erfolgen kann, der u.a. auch eine Depression bestimmen kann – ausschließlich auf Basis der Stimme. Damit wären Menschen mit einer Depression stigmatisiert und benachteiligt bei der Jobsuche.

Dies zeigt aber auch exemplarisch den Vorteil von Prototypen: sie können dazu dienen Verantwortlichen in der Industrie und anderen Unternehmen zu zeigen, wie eine Lösung aussehen und funktionieren kann und ermöglicht, diese günstig zu testen und zu verbessern, bevor sie endgültig umgesetzt wird.

Fazit:
Durch die geringen Kosten für Mini Computer (bereits ab 1,70€) sowie den geringe Aufwand der Programmierung wird die Anzahl der vernetzten Geräte explosionsartig steigen. Aufgrund der enormen Anzahl wird die Steuerung über Apps nicht mehr praktikabel sein. Stattdessen werden digitale Assitenten wie Siri, Cortana und Alexa in Verbindung mit selbstlernenden Algorithmen und bei der Bedienung und Orchestrierung der vernetzten Dinge helfen.

Wenn Sie selbst Node-RED auf dem Raspberry Pi ausprobieren möchten, hat Herr Crismancich für Sie eine Schritt für Schritt Video-Anleitung erstellt.
www.youtube.com/watch