Session: Lorawan - The Things Network

Sessiongeber / Eckdaten

Namen Sessiongeber: Ingomar Otter
Twitter: @kgbfax
Webseite: www.valtech.de
Art der Veranstaltung: Vortrag
Teilnehmerzahl: 20


Verlauf / Inhalte der Session

Ausgangslage: Vorstellung von Lorawan und The Things Network

Zentrale Begriffe:

  • Freifunk steht für freie Kommunikation in dezentralen digitalen Datennetzen.
  • LPWAN ist ein Low Power Wide Area Network. Es verfügt eine geringe Bandbreite, noch unterhalb von WLAN.

LPWAN dient zur Kommunikation und Vernetzung im öffentlichen Raum. Es existiert hierzu noch kein einheitlicher Standard, aber viele verschiedene Ansätze, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Ein großes Problem besteht darin, dass diese Ansätze noch uneinheitlich sind. Es handelt sich zudem immer um einen Kompromiss, da man im LPWAN keinen Strom hat.

In Holland ist die Verbreitung schon deutlich weiter fortgeschritten als in Deutschland. Amsterdam verfügt beispielsweise über 16 Gateways. Die Reichweite dieser LPWAN beträgt 2-3 km im städtischen Gebiet und 10 km auf dem Land und über 100 km bei besonderen Bedingungen, wie zum Beispiel beim Anhängen der Tools an einen Wetterballon. Die Struktur entspricht einem Stern, mit Gateways und Netzwerken. Gateways sprechen über TCP mit dem Netzwerk. Es erfolgt keine Koordination. Das Netzwerk ist nur eine Software. Talent wird in Deutschland in dem Bereich bald starten.

Aus Sicht von Freifunkern wie dem Sessiongeber Ingomar Otter stellen diese kommerziellen Netze jedoch eine Hürde dar.

Eine mögliche Lösung dafür: The Things Network.

Diese Idee kommt aus Holland. Im Kern geht es um Folgendes: Man baut das Internet selbst. Die Gateways gehören dann den Personen, die sie aufstellen. Es gibt allerdings unterschiedliche Interessenlagen, warum man dies tun sollte. Außer gesetzlichen Rahmenbedingungen gibt es keine Nutzungsrestriktionen.

Es existiert eine Fair Use Policy, aber auf eine Selbstbeschränkung ist zu achten, da eine beschränkte Reichweite/Datenmenge existiert.

Mit IMst und Rasberry Pi kann man sich ein Gateway selbst bauen. Käuflich kann man Gateways ansonsten für ca. 1.500 Euro erwerben. Als API wird MQTT genutzt.

Durch Ausprobieren können viele relevante Lösungen gefunden werden. Das System stellt keine Konkurrenz zu kommerziellen Anbietern wie Vodafone und Co. dar.

Dabei aufgetretene Probleme sind, dass die externen Aufbauten bereits „abgesoffen“ sind oder geklaut wurden.

Bei Interesse an dem Thema sollte man sich nicht von großen Anbietern beeindrucken lassen, sondern einfach mal ausprobieren. Der Zusammenbau ist recht einfach. „Einfach mal ausprobieren“, ist die Empfehlung des Sessiongebers.