Sessiondokumentation

Session:
Blockchain Technologie

Sessiongeber / Eckdaten
Sessiontitel: Hintergründe der Blockchain Technologie
Sessiongeber: Sebastian Richter, Duale Hochschule BaWü, Stuttgart

Websites: DHBW.de
Art der Veranstaltung: Diskussion
Teilnehmerzahl: ca. 20
Protokoll: Beate Mader

Dokumentation

In seiner Session beschäftigte sich Sebastian Richter von der Dualen Hochschule Baden Württemberg mit der Blockchain Technologie. Eine Blockchain ist eine Kette von Datensätzen (die „Blöcke“), die kontinuierlich erweitert werden kann. Die Verkettung der Datensätze erfolgt mithilfe kryptographischer Verfahren. Jeder neue Block enthält dabei einen sogenannten Hash des vorhergehenden Blocks sowie einen Zeitstempel und Transaktionsdaten.

Das Konzept hinter einer Blockchain ist vergleichbar mit einer dezentral geführten Buchführung, an der viele Teilnehmer mitwirken und gemeinsames Verständnis über den Zustand der Buchführung herrscht. Neue Transaktionen bauen dabei stets auf früheren Transaktionen auf. Dadurch belegen sie gleichzeitig die Existenz dieser Transaktionen und bestätigen diese. Eine Manipulation oder gar das Löschen vorheriger Transaktionen wird ausgeschlossen, da die Blockchain dezentral geführt wird und so Unterschiede in der Kette (z. B. in ihrer Länge oder ihrem Aufbau) direkt auffallen würden.

Dabei unterscheiden sich generell zwei Konzepte der Blockchain: Eines fordert eine zentrale Instanz für die Kontrolle einer gesamten Blockchain. Dem gegenüber steht das Konzept, dass die Blockchain auch völlig dezentral ohne Mittelsmann oder Kontrollinstanz funktioniert.

Einsetzen lässt sich die Blockchain in ganz unterschiedlichen Bereichen, z. B. für Immobilien, Wertgegenstände und generell Verträge, aber auch für Wikipedia-Einträge. Am weitesten verbreitet ist die Blockchain als technische Basis für sogenannte Kryptowährungen wie BitCoin.

Sebastian Richter stellte den Teilnehmern in seiner Session zunächst die Frage: Was sind die aktuellen Fragen und Probleme mit der Blockchain? Und was hält uns davon ab, die Blockchain erfolgreich einzusetzen? Die Diskussion zeigte, die Bandbreite der Probleme und Fragestellungen – von grundlegenden philosophischen und ethischen Fragen bei der Umsetzung der Blockchain, über rechtliche und technologische Fragen, bis hin zu ganz allgemeinen Verständnis- und Nutzenfragen.

Weitere Fragen, die gemeinsam von den Teilnehmern der Session diskutiert wurden, waren zum Beispiel:

  • Ab wann kann man eine Technologie schon als Blockchain bezeichnen?
  • Welche Vorteile hat man vom Einsatz einer Blockchain?
  • Wie sinnvoll ist es, wenn einzelne Akteure ihre eigene Blockchain entwickeln und aufbauen?
  • Ist „Blockchain“ ein Buzzword, das genutzt wird, um Problem zu erschlagen?

Gemeinsam mit seinem Team hat der Sessiongeber Sebastian Richter bereits zahlreiche Fragen und Problemstellungen rund um die Blockchain analysiert. Sie haben unterschiedliche Anwendungsszenarien identifiziert und daraus Klassen von Problemen abgeleitet, denen sich Unternehmen im Kontext der Blockchain häufig gegenübersehen. Dies bietet die Chance, die Blockchain Technologie in einer auch für den Mittelstand verständlichen Sprache zu übersetzen und zu erklären.

Dies bietet eine Herangehensweise, um sich mit dem für die Umsetzung der Blockchain so wichtigen Mittelstand besser zu verständigen. Je mehr Menschen und Unternehmer die Blockchain Technologie verstehen, umso eher können Berührungsängste abgebaut und der Nutzen der Blockchain erklärt werden – und desto schneller wird die Blockchain als Technologie umgesetzt werden können.