Sessiondokumentation

Session:
Test Automation for
the IoT

Sessiongeber / Eckdaten
Sessiontitel: Test Automation for the IoT – IoT-Testware
Sessiongeber: Axel Rennoch, Fokus Fraunhofer Institut

Twitter: @ARennoch
Websites: fokus.fraunhofer.de
Art der Veranstaltung: Vortrag mit Diskussion
Teilnehmerzahl: ca. 10
Protokoll: Beate Mader

Dokumentation

Die grundlegende These dieser Session ist: Neue Technik erfordert standardisierte Tests.

Im Umgang mit neuer Technik unterscheiden sich zwei Herangehensweisen. Dies gilt auch im IoT-Umfeld. Auf der einen Seite stehen Entwickler, die das Zusammenspiel von verschiedenen Komponenten oft manuell testen. Auf der anderen Seite sind für die Industrie standardisierte Protokolle erforderlich sowie, idealerweise, zertifizierte Schnittstellen und Komponenten.

Das Fraunhofer Institut FOKUS bietet mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Testumgebungen und Testsystemen eine Lösung. Diese stellte Axel Rennoch in seiner Session vor, der mit seinem Team bereits seit vielen Jahren umfangreiche Testumgebungen und Testsystemen entwickelt hat, unter anderem für standardisierte Verfahren für den Mobilfunk.

Die Ausgangslage im Bereich IoT sieht so aus: Es gibt eine Vielzahl von Devices, Plattformen und Protokollen. Für diese braucht es zertifizierte Testsysteme und -umgebungen. Erleichtert werden kann das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Systeme durch die Einführung von Standards. Diese Standards verkürzen außerdem die Zeit für Entwicklung und Forschung und sparen damit Ressourcen.

Die Vision, die das Fraunhofer Institut FOKUS mit der Entwicklung neuer Standards verfolgt, ist eine Technologie, die Anforderungen an Tests mit unterschiedlichsten Testanforderungen erfüllt. Diese Technologie soll gleichzeitig für die System- und Produkt-Qualifizierung und -Zertifizierung einsetzbar sein. Axel Rennoch und sein Team setzen dabei auf die Entwicklung einer Open Source Technologie, die zudem leicht anpassbar ist.

Das Fraunhofer Institut Fokus beteiligt sich dabei an der Entwicklung einer IoT-Testware von der Eclipse Foundation. Im Projekt werden IoT-Geräte und Services mit dem Fokus auf ihre Konformität, Interoperabilität, Robustheit geprüft und umfangreichen Sicherheitstests unterzogen.

So werden unterschiedliche IoT Tests für Software, Systeme, Protokolle, Automatisierung und Sicherheit entwickelt. Diese Testprotokolle werden nach den Vorgaben des European Telecommunications Standards Institute (ETSI) standardisiert. Die eigene Test-Sprache TTCN-3 ist nach Aussage von Axel Rennoch leicht zu bedienen.

Die im Rahmen des Projekts entwickelten Tests sind zertifiziert bzw. können durch das 3rd Generation Partnership Project (3GPP) und das Global Certification Forum (GCF) zertifiziert werden. Sie entsprechen den internationalen Standards von ETSI sowie der Internationalen Fernmeldeunion (ITU).

Getestet werden können:

  • IoT Devices (Mikrocontroller (MCU)
  • Gateways (Bosch, XDK, IoT Starterkits)
  • IoT Plattformen (RIOT, relyr, Thread, mbed, …)
  • Service Layer (oneM2M, FiWare)
  • IoT Protokolle (Constrained Application Protocol CoAP; MQ Telemetry Transport MQTT).

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